Drei Ziele der Diagnostik:


1. Ausschluß-Diagnostik
- ausschließen, daß eine schwerwiegende Erkrankung - z.B. eine Fraktur, eine Entzündung, ein Tumor, eine Stoffwechselerkrankung - vorliegt.
 
2. Strukturdiagnostik
- eine Strukturdiagnose stellen. Hierbei gelingt es oft mit spezifischen Tests die Struktur zu identifizieren, die für die Beschwerden verantwortlich ist.
Die Strukturdiagnostik ist die Voraussetzung einer gezielten Therapie.
Man muß jedoch wissen, daß dies nicht bei allen Beschwerden möglich ist. Es gibt eine Reihe von orthopädischen Krankheitsbildern, bei denen keine genaue Strukturzuordnung möglich ist - z.B. der „unspezifische Rückenschmerz“. Auch diese lassen sich allerdings behandeln.


3. Risiko-Analyse
- Risikofaktoren für die Erkrankung identifizieren. Das können körperliche Faktoren, z.B. verkürzte Muskeln, oder auch psychosoziale Faktoren sein. Deren Kenntnis ist Voraussetzung einer erfolgreichen Prävention (Vorbeugung).