Schmerzen ohne Ursachen – Fibromyalgie und andere Begriffe

Wenn alle diagnostischen Schritte schon gelaufen sind, von Röntgen über CT bis zum Kernspin alles „ohne Befund“ ist, sind Patientin und Arzt oft ratlos – manchmal verzweifelt. Dabei ist es doch eigentlich ganz gut: Nichts schlimmes bedroht einen an Leib und Leben. Es bleibt aber das komische Gefühl: da muß es doch etwas geben. „Bin ich denn verrückt geworden“. Auch der Arzt fängt an zu zweifeln. Vielleicht auch an seiner Patientin. Dabei ist dies nichts anderes als
 
Ein klassisches Missverständnis

Der Arzt: glaubt nicht, daß ihre Schmerzen vorhanden sind, weil man keine Ursache für die Schmerzen findet.
Die Patientin: glaubt, daß sich für ihren Schmerz eine Ursache finden lassen muß, weil er so stark ist.
Beide Ansichten stimmen nicht.

Es gibt Schmerzen, für die auch durch Einsatz aller diagnostischen Mittel keine Ursache zu finden ist. Die Existenz derartiger Schmerzen verwundert nicht, denn Schmerzen stellen ein Alarmsignal des Körpers dar. Wie bei technischen Alarmsystemen auch, gibt es beim biologischen Alarmsignal Schmerz auch Fehlalarm.


Die Schmerzen sind in diesem Fall nicht das Symptom einer Krankheit – sie sind die Krankheit.


Auch Schmerzen ohne Ursache sind unangenehm. Daher benötigen die Patienten, die hierunter leiden, schmerztherapeutische Hilfe.
Diese geht nach den gleichen Prinzipien der „normalen“ Schmerztherapie vor.

 

Vertrauen, Analyse, Ziele festlegen, Behandlung, Hilfe zur Selbsthilfe.
In diesen Fällen wird von uns – nach Berücksichtigung jedes Einzelfalls – oft Bewegungstherapie empfohlen.
Schonung in Haushalt oder Beruf ist oft schädlich. Wenn keine strukturellen Schäden vorliegen, überwiegen bei einer auf Schonung angelegten Krankheitsbewältigung die Nachteile. Schnelle Wiedereingliederung in Haushalt oder Beruf ist anzustreben.