Periradikuläre Therapie

Ein für uns sehr wichtiges Therapieverfahren stellt die Periradikuläre Therapie (PRT) nach Seibelt und Grönemeyer dar. Dabei wird unter CT-Steuerung eine Sonde oder eine sehr lange Nadel an die betroffene Nervenwurzel herangeführt. Wenn die Sonde liegt, wird die korrekte Lage durch Gabe eines Kontrastmittels noch einmal überprüft.


Durch Umspülung mit Medikamenten - z.B. Triamcinolon - wird eine Neurolyse und eine Abschwellung der betroffenen Nervenwurzel angestrebt. Dieses Verfahren ist einerseits eine Weiterentwicklung der oben beschriebenen Nervenwurzelinfiltration. Andererseits ist sie aber sehr viel mehr. Die präzise Plazierung ergibt nach unseren eigenen Erfahrungen erheblich bessere, zuverlässigere Ergebnisse.


Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht darin, daß die Interpretation einer negativen Therapieantwort sehr viel besser möglich ist, da bei dieser Methode sichergestellt ist, daß die Nervenwurzel wirklich erreicht wird. Wenn nach einer PRT bei sicherer Sondenlage keine Besserung eintritt, spricht dies gegen die Diagnose eines Nervenwurzel-Schmerzes.
Diese Methode ist besonders gut geeignet für Patienten mit einem Nervenwurzel-Schmerz. Eine Operation allein wegen radikulärer Schmerzen ohne neurologische Schäden ist oft eine undankbare Sache. Während motorische Störungen durch eine OP oft gut zu beeinflussen sind, bleiben Nervenwurzel- Schmerzen relativ häufig bestehen. Zudem treten bei nicht wenigen Operierten postoperative Rückenschmerzen an Stelle der Nervenwurzel-Schmerzen. Daher versucht man eine OP wegen alleiniger Schmerzsymptomatik möglichst zu vermeiden. Die PRT steht  zwischen Wurzelinfiltration und Operation.


 


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