Osteoporose

Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine Verminderung der Knochenfestigkeit. Ein Grund für die  Verringerung der Knochenfestigkeit bei der Osteoporose besteht darin, dass die  Knochenmasse und damit die Knochendichte sich verringern. Die Quantität ist reduziert.  Aber zudem verschlechtert sich bei der Osteoporose die Qualität des Knochens, die sog. „Mikroarchitektur“. Unter Mikroarchitektur wird das feine Geflecht von mikroskopisch kleinen Knochenbälkchen verstanden.
Zusammen mit dem Kalk verschwinden die Verbindungen der Knochenbälkchen. Der Knochen wird brüchig. Es kann sogar zu Mikrofrakturen kommen, die man zunächst nicht bemerkt. Die oder der Betroffene stellen zunächst nur fest, irgendwie kleiner geworden zu sein. Man wird aber durch die Osteoporose nicht nur kleiner, sondern meist auch krummer, wodurch Beschwerden im unteren Rücken auftreten können.
Die Gefahr, sich durch Stürze ernsthafte Frakturen zuzuziehen steigt überdurchschnittlich stark an. Schon geringe Energie reicht aus, um einen Osteoporose-Knochen zu brechen („Niedrigenergie-Trauma“)
Später kommt es dann zu Frakturen aus nichtigen Anlässen. Schon normale Berührungen oder Husten können dann zu Brüchen der Wirbel, Rippen oder der Knochen von Armen und Beinen führen.

 

Was heißt Osteoporose für mich?

Massive Beeinträchtigung
Wenn der Knochen brüchig wird, hat das ganz entscheidende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen. Nicht nur die mit den Knochenbrüchen verbundenen Schmerzen zählen. Viel schwerer wiegt, dass ein osteoporotischer Bruch dazu führt, dass man sich weniger und schlechter bewegt, also inaktiver wird. Oft ist ein osteoporotischer Bruch der erste Schritt zur Pflegebedürftigkeit. Für Menschen mit einem Bruch im Bereich der Wirbel und der Hüfte besteht sogar ein erhöhtes Risiko, daran zu sterben.


Eine Herausforderung der Zukunft
Wir alle werden vermutlich länger leben als alle Generationen vor uns. Die Herausforderung der Zukunft wird für uns alle darin bestehen, möglichst lange aktiv zu bleiben und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Gesunde Knochen und eine aktive Lebensführung sind eine wichtige Voraussetzung dafür. Deshalb ist der Kampf gegen Osteoporose ein Schwerpunkt der AKTIVION Ärztegruppe.

Wen betrifft Osteoporose?
Nach Schätzung von Experten leiden 25% der Menschen über 50 Jahren unter einer Osteoporose. Viele von ihnen wissen nicht, dass ihr Kalksalzgehalt erniedrigt ist. Das Risiko für diese Personengruppe, osteoporotische Frakturen  zu erleiden ist stark erhöht.
Die Grundlage der verminderten Knochendichte wird oft schon in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter gelegt. Ernährungsgewohnheiten und  Bewegung spielen hierbei eine starke Rolle. Oft ließe sich durch eine geeignete Vorbeugung in jungen Jahren die Osteoporose im Alter und den mittleren Lebensjahren verhindern.


Zu den Risikofaktoren der Osteoporose gehören:

  • Erniedrigte Zufuhr von Calcium
  • Erhöhter Calcium-Verlust (z.B. lange Stillzeiten)
  • Erhöhte Zufuhr von Phosphat (z.B. in Fast food und Cola-Getränken)
  • Erhöhter Koffein-Genuß
  • Nikotin-Abhängigkeit
  • Bewegungsmangel
  • Erniedrigter Werte der Geschlechtshormone (z.B. in den Wechseljahren)
  • Überproduktion von Hormonen der Nebenierenrinde, der Nebenschilddrüse
  • Nierenerkrankungen
  • Diabetes mellitus Typ I
  • Langzeitbehandlung mit Cortison
  • Magersucht
  • Verschiedene Darmerkrankungen
  • Behandlung mit Aromatasehemmern bei Brustkrebs
  • Organtransplantation

In Kursen und „Hilfe-zur-Selbsthilfe Seminaren“ vermitteln wir das dazu nötige Wissen und geben in praktischen Übungen Starthilfe. Wir motivieren und helfen beim Einstieg in Sportvereine und Lauftreffs.


-> Knochendichtemessung


Sportmedizinische Konzepte gegen Osteoporose, Übergewicht, Nikotinabhängigkeit, chronischen Schmerz
Die großen Zivilisationsprobleme und medizinischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte sind Osteoporose, Übergewicht, Nikotinabhängigkeit und chronischer Schmerz bei zunehmender Bewegungsarmut.


Kritische Debatte
Über die Frage, ob man einen Großteil der betagten Menschen mit (teuren) Medikamenten versorgen soll, gibt es durchaus eine kritische Debatte. Einige extreme Positionen vertreten die Ansicht, der Knochenschwund sei eine Form des normalen Alterns und müsse hingenommen werden. Die extreme Gegenposition v.a. in der Vergangenheit besteht in der flächendeckenden Medikamentenversorgung der älteren Bevölkerung.


Unsere Position
Wir nehmen schon seit längerem eine - wie wir meinen - ausgewogene Position dazu ein. Wir sehen durchaus die Gefahr einer „Pharma-Lastigkeit“ und „Medikalisierung“ normaler Altersprozesse. Aber andererseits ist es aus den oben genannten Gründen nicht akzeptabel, geduldig zu warten, bis einen sein  Schicksal ereilt und der Knochen bricht.

Der sportmedizinische Ansatz setzt auf die natürlichen Heilungskräfte des Körpers, vernünftige Ernährung, dosiert und richtig eingesetzte Bewegungsübungen, sowie mehr Aktivität und Selbstverantwortung.

 

-> Vibrationstherapie