Orthopädische Untersuchung nach Cyriax

Systematisierung der Untersuchungstechniken
Der englische Orthopäde James Cyriax entwickelte eine Systematisierung der orthopädischen Untersuchungstechniken. Er orientierte sich dabei an einer präzisen und detaillierten anatomischen Zuordnung.
Diese Methode ist vor allem in der Sportmedizin von großer Bedeutung. 90% aller Diagnosen in der Orthopädie lassen sich nach unserer Erfahrung schon anhand der Befragung und der Cyriax- Diagnostik stellen.

 

Spezielle Vermittlung
Die Untersuchungstechniken werden in speziellen Kursen vermittelt. Gleiches gilt auch für die Therapiemethoden nach Cyriax.


Beispiel aus der Praxis
Für die Schulter verwenden wir – in Anlehnung an Cyriax – 14 Basistests. Dies sind Kombinationen von Aktiven, passiven Bewegungen und isometrischen Anspannungen gegen Widerstand. Ferner werden Zusatztests eingesetzt, die schmerzhafte Strukturen „provozieren“ sollen. Hiermit läßt sich in der Mehrzahl der Fälle präzise bestimmen, welche Sehne, welcher Schleimbeutel oder welches Teilgelenk der Schulter betroffen ist.
 
Literatur zum Thema
Cyriax, J (1982) Textbook of orthopaedic medicine - volume one diagnosis of soft tissue lesions. 8. ed. Bailliere Tindall. London


Soyka, M, Toussaint R, Lüssenhop S, Rehder U (1995) Eppendorfer Orthopädischer Untersuchungsbogen - Standardisierte orthopädische Untersuchung von Muskel-Skelett-Erkrankungen (Forschungsanwendung Fa 01 HG 019). Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin Berlin. Wirtschaftsverlag NW Bremerhaven


Soyka, M (1998) Untersuchungsmethoden an der Schulter. Extracta Orthopaedica 21(4): 19-20


Winkel, D.: Nichtoperative Orthopädie der Weichteile des Bewegungsapparats. Fischer, New York, (1985).