Anamnese / Befragung

„Man muß dem Kranken Fragen stellen, auf Grund derer wohl manches von dem, was die Krankheit betrifft, genauer erkannt und besser behandelt werden kann.“

(Rufus von Ephesus zur Zeit der Jahrhundertwende vom 1. zum 2. nachchristlichen Jahrhundert).
 
Die Kunst der Befragung wurde schon von den Ärzten der Antike gelehrt. Die allgemeinen Ratschläge des Rufus von Ephesus sind so immer noch gültig. Auch seine Klage, die Kunst des Befragens werde nicht genügend gepflegt, ist noch von einiger Berechtigung.


Aus dem Verlauf, der Intensität und der Lokalisation von Schmerzen läßt sich die Diagnose schon oft vermuten. Besonders wertvoll sind Hinweise zu den Faktoren, die die Erkrankung hervorrufen oder verstärken können. Auch das Gegenteil, die Umstände und Tätigkeiten, die zu einer Abmilderung der Symptome führen, ermöglicht diagnostische Rückschlüsse.